Informationen zu geschichtlich und touristisch interessanten Orten und Begebenheiten im heutigen Departement Haut-Rhin






Das Elsass war aufgrund seiner Lage entlang des Westufers des Rheins fast immer ein Grenzland. Das brachte einen reichen Kulturschatz, aber auch ein stets unsicheres und unruhiges Leben mit sich.
Von den keltischen Stämmen in vorchristlicher Zeit stammen noch Mauerreste auf dem Odilenberg, dem Mont Ste. Odile (im heutigen Departement Bas-Rhin). Die Schlacht im Gallischen Krieg zwischen Caesar und Ariovist, einem Fürsten der germanischen Sueben im 1. Jahrhundert v. Chr. fand nahe des heutigen Mühlhausen (im heutigen Département Haut-Rhin) statt.

Befestigt durch die römische Militärsiedlung "Argentoratum" im heutigen Strassburg, war die Region lange Zeit Teil des römischen Imperiums als Provinz "Germania Superior".
Im dritten Jahrhundert hatten die Alemannen, eine Allianz suebischer Stämme das rechtsrheinische Befestigungswerk Limes überwunden und drangen zusammen mit einigen Germanenstämmen wiederholt ins Elsass vor.

Zu Anfang des 5. Jahrhunderts gelang den Alemannen nach Einnahme der römischen Festung beim heutigen Strassburg die Übernahme des Gebietes.
Zeitweise herrschten Franken mit dem Merowingerkönig Chlodwig. Das Elsass war damit Teil des östlichen damaligen Frankenreichs.

Durch die Teilungen im Vertrag von Verdun im Jahr 843 n. Chr. ging das daraus hervorgegangene Ostreich an Ludwig (später genannt der Deutsche), das Westreich an Karl den Kahlen und das Mittelreich an Lothar I. Die Lage zwischen romanischer Kultur im Westen und germanischer Kultur im Osten brachte ständige Konflikte mit sich.
Der Vertrag von Mersen im Jahr 870 kam einer annähernden Auflösung des Mittelreiches gleich.
Das Elsass wurde im wesentlichen dem Ostreich zugesprochen.

Haut-Rhin: Office de Tourisme du Sundgau, Sud Alsace
5 Place Xavier Jourdain
68130 Altkirch
info@sundgau-sudalsace.fr


OT de Cernay et de la région du Vieil Armand en Alsace
1, Rue Latouche
68700 Cernay
info@cernay.net


OT Colmar
4, rue des Unterlinden
68000 Colmar
info@ot-colmar.fr


OT Eguisheim et Environs
22 a, Grand'Rue
68420 Eguisheim
info@ot-eguisheim.fr


Bureau d'information touristique de Ferrette
3a Route de Lucelle
68480 Ferrette
infotourisme@jura-alsacien.net


OT de Guebwiller-Soultz et des Pays du Florival en Alsace
71 rue de la République
68500 Guebwiller
info@tourisme-guebwiller.fr


OT La vallée de Kaysersberg - Vignoble et Montagne
39 rue du Général de Gaulle
68240 Kaysersberg
info@kaysersberg.com


OT de Orbey
Mairie
68370 Orbey
ot.valorbey@rmcnet.fr


OT de Masevaux et de la Vallée de la Doller
1, place Gayardon
68290 Masevaux
ot-masevaux@tv-com.net


OT et des Congrès de Mulhouse et sa région
9, Avenue Foch oder
Place de la Réunion
68100 Mulhouse
info@tourisme-mulhouse.com


OT de la Vallée de Munster
1, rue du Couvent
68140 Munster
contact@vallee-munster.eu


  Office de Tourisme du Pays de Brisach
6, Place d'Armes
68600 Neuf-Brisach
info@tourisme-paysdebrisach.com

OT du Pays de Ribeauvillé et Riquewihr
1, Grand rue
68153 Ribeauvillé
info@ribeauville-riquewihr.com


OT Riquewihr
2 rue de la 1ère Armée
68340 Riquewihr
info@ribeauville-riquewihr.com

OT du Canton de Rouffach
12A Place de la République
68250 Rouffach
info@ot-rouffach.com


OT Vallée de Saint-Amarin
Sud Alsace - Massif des Vosges
81 rue Charles de Gaulle
68550 Saint-Amarin
contact@ot-saint-amarin.com


OT Val d'Argent
86, rue Wilson,
68160 Sainte-Marie-aux-Mines
tourisme@valdargent.com


Syndicat d'Initiative du Pays de Sierentz
55, rue Rogg-Haas
68510 Sierentz
tourisme@pays-de-sierentz.com


OT du Pays de Thann
7, rue de la 1ère Armée,
68800 Thann
contact@ot-thann.fr


OT Trois Epis
2, impasse du Président Poincaré
68410 Trois Epis
ot3epis@orange.fr

OT Turckheim
Rue Wickram - Corps de garde
68230 Turckheim
officedetourisme@turckheim.com


L'Alsace Coté Sud
OT du Pays de Saint-Louis / Huningue
Région des Trois Frintières
81, rue Vauban
68128 Village-Neuf
info@alsace-cotesud.com



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Colmar wurde als Columbarium im Jahr 823 erstmals urkundlich erwähnt.
Seit 1220 war die Stadt befestigt. Der römisch-deutschen Kaisers Friedrich II. erhob Colmar 1226 zur Stadt - Colmar wurde Freie Reichsstadt.

1354 gründete sich der Zehnstädtebund, ein Bündnis aus zehn freien Reichsstädten des Elsass. Ziel war gegenseitiger Beistand bei der Verteidigung der verliehenen Rechte und Freiheiten.
Zu den Gründungsmitgliedern zählten
Colmar
Hagenau ( Haguenau )
Kaisersberg ( Kaysersberg )
Mülhausen ( Mulhouse )
Münster ( Munster )
Oberehnheim ( Obernai )
Rosheim
Schlettstadt ( Sélestat )
Türkheim ( Turckheim )
Weißenburg ( Wissembourg )
später vorübergehend auch die Stadt Selz (Seltz) bis 1418

1515 beendete Mühlhausen die Mitgliedschaft,
ab 1521 trat dann Landau in der Pfalz dem Bündnis bei.

Konfessionell hielt sich Colmar, ganz im Gegensatz zu den ansonsten einflussgebenden Städten Strassburg, Basel und Schlettstadt, noch lange Zeit auf altem Stand. Erst 1575, rund 50 Jahre nach den genannten Stätten der Reformation, konnte auch in Colmar der erste protestantische Gottesdienst abgehalten werden.

Während des Dreissigjährigen Krieges wurde 1632 auch Colmar durch schwedische Truppen belagert und eingenommen.

Truppen des französischen Königs Ludwigs XIV. besetzten im Jahr 1673 die Stadt. So geriet Colmar in den Sog der sogenannten Reunionspolitik.
Der Begriff bezeichnet die Politik des französischen Königs, die auf die Annexion möglichst aller Gebiete des Heiligen Römischen Reichs abzielte, die nach dessen Sichtweise irgendwann einmal mit französischen Territorien rechtlich verbunden waren, wobei selbst mittelalterliche Lehensverbindungen als Begründung herhalten mussten.

Diese, zum Teil reinen Eroberungszüge wurden als Reunionskriege bezeichnet und trieben in ihrer Rechtfertigung zum Teil merkwürdige Blüten.

Mit dem Frieden von Nimwegen 1679 ging Colmar an Frankreich als Teil der Provinz Elsass.
Colmar wurde 1791 Sitz der Departementsverwaltung von Haut-Rhin.
Nach dem Französisch-Deutschen Krieg von 1870/71 wurde Colmar Teil des Reichslandes Elsass-Lothringen und Hauptstadt des neubezeichneten Bezirks Oberelsass.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Colmar 1918/19, wie auch das übrige Elsass wieder ein Teil Frankreichs.
Aus "deutscher Zeit" hatte das Elsass noch einige, wenn auch bescheidene Selbstbestimmungsrechte. Der Versuch, diese zu erhalten wurde seitens des neuen Machthabers Frankreich jäh erstickt.
40 Jahre nachdem infolge des französisch-deutschen Krieges das Gebiet der heutigen Region Elsass und des Départements Moselle an das deutsche Kaiserreich gefallen war, trat 1911 im damaligen Reichsland Elsass-Lothringen eine Verfassung in Kraft, die dem Reichsland ein eigenes Parlament zubilligte.
Dieses hatte unter anderem ein Vorschlagsrecht für Gesetze und ein eigenes Haushaltsbudget. Die eigentliche politische Macht lag allerdings beim Statthalter, und der unterstand wiederum dem Kaiser. Dennoch war ein solches Konstrukt zumindest in dieser Zeit als durchaus eigenständig anzusehen.

1919 war dies "Schnee von gestern" und Colmar französisch.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Colmar 1940 nach der Niederlage Frankreichs abermals deutsch und Teil des Reichsgaus Baden-Elsass.

1945 gehörte die Stadt wieder zu Frankreich.
Die Kesselschlacht von Kolmar (Poche de Colmar) war die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf französischem Boden.




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