Touristikinformationen - Sehenswürdigkeiten

Der Französische Süden

das Alte Okzitanien - der Süden Frankreichs - 'savoir-vivre' in einer historische Region

1 - Le Midi -


Le Midi, keine fest zu definierende Region, umfasst in etwa das südliche Drittel Frankreichs.

Dort, wo die Sonne am Mittag, dem "Midi" ihren Lauf nimmt, befindet sich dieses "nebulöse" Land, dessen geographische Grenzen eher vom Lebensgefühl und dem persönlichen Empfinden als von Flussläufen oder Gebirgsketten bestimmt werden.

Dieser Region sind Rhône-Alpes, Provence-Alpes-Côte d’Azur, das Languedoc-Roussillon, die westlicheren Regionen Midi-Pyrénées und Aquitaine zugeordnet - im weiteren Sinne auch die Auvergne und das Limousin.

Das südlichste Urlaubsziel des Midi ist die im Mittelmeer gelegene Insel Korsika.
Die westlich gelegenen Gebiete des Midi werden gerne unter dem Oberbegriff Midi Atlantique zusammengefasst.
Hier liegen Teile des Perigords, der Gascogne und der Dordogne sowie die Region Midi-Pyrénées bis zum Übergang an das Languedoc. Midi Atlantique reicht nach dieser Definition bis in die südwestlichen Ausläufer des Zentralmassivs.

Le Midi Méditerranéen umschreibt das mediterrane Südfrankreich, also den Mittelmeerraum Frankreichs von den Pyrenäen bis zur Riviera. Languedoc und Roussillon, Provence und Provencalischen Alpen, das niedere Rhônetal mit dem Rhônedelta, also die heutigen Departements von PACA und Teile von Rhône-Alpes werden hier regionalpolitisch übergreifend zusammengefasst.




Zur genaueren Bestimmung der geographischen und geopolitischen Grenzverläufe scheint es naheliegend, sich am Territorium des "Alten Okzitanien" zu orientieren.

Die Südwestgrenze Okzitaniens am Atlantik verlief durch das heutige Departement Pyrénées-Atlantiques und fogte entlang der Atlantikküste in Richtung Norden. Die Region umfasste dabei Landes, Lot-et-Garonne und bis auf einen kleinen Streifen im Norden auch das Département Gironde sowie nahezu die gesamte Dordogne.

Das südöstliche Drittel des Departements Charente und das südliche Randgebiet von Vienne bildete den weiteren Grenzverlauf in Richtung Norden. Zwischen Indre und Creuse setzte sich die Linie in Ostrichtung fort.
Die südliche Hälfte von Allier, das Departement Puy-de-Dôme, der östlichste Teil von Loire sowie das heutige Haute-Loire gehörte ebenfalls zu diesem Gebiet.

Ardèche und Drôme, ein südlicher Teil von Isère und die gesamte heutige Region von Provence-Alpes-Côte-d'Azur ( PACA ) bildeten den Ostteil von Okzitanien.

Über Italienisches Gebiet verlief dann die Grenzlinie in Richtung Süden bis zum Mittelmeer.

Mit Ausnahme des Departements Pyrenees-Orientales und einem kleinen Südostzipfels von Aude gehörte auch das heutige Languedoc-Roussillon zu Okzitanien.

Die südliche Regionalgrenze im Verlauf der Pyrenäen in Richtung Atlantik ist im wesentlichen durch die heutigen Grenzen zwischen Frankreich und Spanien nachzuvollziehen. Somit ist auch die Region Midi-Pyrénées ein Teil des früheren Okzitanien.
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Heute zeigt sich die frühere Zugehörigkeit zu diesem historischen Gebiet noch in Form unterschiedlicher Sprachfärbung. Der romanisch geprägte Teil Südfrankreichs, Occitània, zeigt hierbei selbst innehalb heutiger Départements unterscheidbare Dialekte.
Die Bezeichnung "langue d'oc" ist auf "Sprache Okzitaniens" zurückzuführen, die dem Katalanischen nähersteht als dem Französischen.
So manches südfranzösische Auto trägt stolz den Occitània-Aufkleber, wobei deren Besitzer es mit der tatsächlich gerechtfertigten Zuordnung ihres Wohnortes nicht unbedingt so genau nehmen.
Vielmehr bringen sie damit eine gewisse Sympathie für eher diffuses Unabhängigkeitsbestreben zum Ausdruck.
Dieses ist nicht unbedingt politisch territorial gemeint, es ist wohl das einende Lebensgefühl, einer historischen Region anzugehören, die zwar nie eine politische Einheit bildete, aber durch Sprache und Geschichte eine kulturelle Einheit verkörpert.
Der Urlauber merkt bei seinem Weg in den Süden spätestens dann, dass er angekommen ist, wenn bereits bei einer Kaffeebestellung oder der Frage nach dem obligatorischen Baquette in einer, dem Französischen nicht unähnlichen, aber dennoch ungewohnten Aussprache geantwortet wird.
Aber an diese stark und eigen akzentuierte Sprache gewöhnt man sich recht schnell. Sie ist ein einprägsamer Teil Südfranzösischer Lebensart, hört sich manchmal ein wenig ruppig an, ist aber keinesfalls so gemeint.



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