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Inhalt aus dem Ratgeber Schieferland eu

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Informationen zum Thema Schieferboden - Vorbereitung ist wichtiger als so mancher glauben mag ! Beim Verlegen kommen nicht nur dem Laien recht schnell Zementflecke auf die Schieferplatten. Werden diese Missgeschicke gleich behoben, ist das eigentlich problemlos. Ist der Zementkleber aber erstmal abgebunden, wird es unangenehm.
Einen Naturschieferboden fachgerecht verlegen zu lassen, ist ein nahezu unbezahlbarer Luxus. Der Zeitaufwand ist kaum absehbar, und die von Platte zu Platte wechselnde Struktur des Materials verlangen viel Kreativität. So kann niemand das genaue Erscheinungsbild dieses Bodenbelages genau vorherbestimmen. Jeder Schieferboden wird somit zwangsläufig zu einem Unikat. Einerseits ist das faszinierend, andererseits kann es zur unangenehmen Überraschung werden, wenn das Ergebnis nicht gefällt. Wer sich selbst an diese Aufgabe heranwagt, erfährt sehr schnell, wie gross die Gestaltungsfreiräume sind, und wie individuell Freund Zufall über das Resultat mitbestimmt. Schiefer ist Natur - und die ist nicht planbar.

Ein paar Grundsätzlichkeiten sollten beachtet werden :
Kaum ein Laie bringt die Erfahrung aus der Verlegung hunderter Quadratmeter von Schiefer mit. Die Routine des Fachmanns kann aber wenigstens zum Teil durch sorgsame Arbeit und viel Zeit kompensiert werden. Ein Hexenwerk ist das im Prinzip nicht, aber mit "schnell-schnell" ist kein erfreuliches Resultat zu erwarten. Der Estrich muss sauber vorbereitet sein; also keine Steinchen oder Zementbrocken herumliegen lassen. Die Platten vorsortieren - Plattenstärken, die zueinander passen, sollten griffbereit beieinanderstehen. Platten mit unterschiedlichen Kantenstärken gesondert stellen, die kann man gut für Übergänge zwischen den Sortierungen verwenden. Platten mit stark strukturierter Oberfläche nicht unbedingt mit solchen von homogener Optik mischen. Oft bietet die Rückseite spaltrauen Materials eine passendere Oberfläche. Bodenplatten werden einseitig kalibriert (d.h. einseitig plangeschliffen) oder beidseitig spaltrau angeboten. Die unkalibrierten bieten 2 mögliche Sichtseiten, sind aber genauer zu sortieren.
Je nach Plattenqualität können naturgegebene Torsionen auftreten. Solche Platten erstmal zur Seite stellen, manchmal braucht man genau sowas. Am Ende lassen sie sich aber auch durchaus für Zuschnitte verwenden. Es finden sich auch eventuell Platten mit interessanten Quarzit bzw. Pyrith-Einschlüssen, die hin und wieder zufällig in der Spaltebene liegen und somit sichtbar wurden. Auch hier ist wieder die persönliche Kreativität gefordert. Wer sich bei der Vorsortierung ausreichend Zeit nimmt, kann wesentlich entspannter arbeiten, wenn es dann ernst wird.



Nicht an der falschen Stelle sparen. Dunkelgrauer oder nahezu schwarzer Fliesenkleber (Flexkleber) ist teurer als der geläufige graue. Diese Mehrausgabe ist es wert ! Ein schwarzer Kleberrest auf einer schwarzen Platte ist weitaus weniger lästig als ein solcher in kontrastreichem hellgrau. Niemand sollte glauben, es gelänge ausgerechnet ihm, gänzlich missgeschicksfrei das Werk zu bestreiten. Eine fugenlose Verlegung sollte nach Möglichkeit erst gar nicht versucht werden. Die erste ungewollte Fuge wird sich das auf scharfe Kante geschnittene Material bereits nach der ersten Reihe erzwingen, ob man will oder nicht. Bei einem sehr genau gearbeiteten Estrich, kann man eine Fuge von 2 mm riskieren, sicherer sind 4 mm. Mit einer 4-mm-Fuge ist sichergestellt, dass auch genügend Fugenmasse unter die Plattenkanten läuft. Bei schmaleren Fugen muss das Fugenmittel so dünnflüssig angerührt werden, dass mit grosser Sicherheit nachgearbeitet werden muss. Da die Platten mit 10-er Zahnspachtel geklebt werden sollten, verschwinden nahezu unfassbare Mengen an Fugenmasse in den hungrigen Zwischenräumen.
Eine kontrastreiche interessante Wirkung erzielt die Kombination heller Natursteine mit dem dunklen Naturschiefer. Mit spaltrauhen Platten aus unbehandeltem Naturschiefer wurde dieses Ensemble von Gartentisch und Bänken gefertigt. Schiefersplitt gibt es in verschiedenen Korngrößen und in den Farben bordeauxrot, grün, ocker, blau und naturanthrazit. Der Einsatzbereich im Garten- und Landschaftsbau wird von Kommunen, Industrie und Privathaushalten gleichermassen genutzt.

Naturschieferdach auf einem Turm in Lothringen

Schieferdach im Elsass - Marmoutier

mit Naturschiefer gedecktes Haus in Etain, Frankre

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